Sie singen den Titelsong des Films – wie kam es zur Zusammenarbeit?
Christoph Schaub hat mich kontaktiert. Es war eigentlich das erste Mal, dass ich für einen Film Musik gemacht habe. Die Zusammenarbeit ist, glaube ich dadurch entstanden, dass ich ja auch eine Vergangenheit als Aupair habe...
Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie das Drehbuch gelesen haben? Gibt es da gewisse Parallelen zu Ihren Erfahrungen als Aupair?
Also meine Madame war, elegant ausgedrückt, viel strenger als diejenige in «Jeune Homme»...
Sebastian im Film geht in die Westschweiz, um seinen Vater zu provozieren. Was hat Sie damals bewogen, in die Westschweiz auszuschwärmen?
Mir ging es mehr darum, Zeit zu überbrücken. Man musste damals 18 Jahre alt sein, um die Ausbildung in einem Pflegeberuf machen zu können und auch etwas Fremdsprachenkenntnisse sind gefragt. Als Aupair ins Welschland zu gehen, hat eine lange Tradition — meine Mutter hatte das schon gemacht — und so hat sich das angeboten. Eine Nähe zur französischen Sprache gab es damals für mich schon durch die Musik. Serge Gainsbourg zum Beispiel hat mir schon damals sehr gut gefallen.
Wie muss man sich konkret die Arbeit vorstellen, um einen Titelsong zu komponieren?
Das Drehbuch war meine Basis, ich habe erst mit Textfragmenten gearbeitet und mich dann mit dem Gitarristen Adrian Stern getroffen, um schöne Akkorde zu finden. Meine Lieder entstehen meistens im Team. Micha Lewinsky, Greg Galli und Doriand waren mit von der Partie. Von Anfang an stand auch fest, dass es eine Ballade und einen schnellen Song brauchen würde. Das französische «Elodie» passte auf Anhieb. Beim schweizerdeutschen Titel aber gab es dann doch etliche Versionen…
An was arbeiten Sie zur Zeit gerade?
Mit meinem «Best of»-Album «2pièces» bin ich immer noch auf Tournee, schreibe aber auch bereits an neuen Songs.

